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Stadt der Frauen: Xenia Hausner in der Albertina

Diese Woche eröffnet eine große Retrospektive in der Wiener Albertina, die Werke Xenia Hausners aus drei Jahrzehnten versammelt.

In der Albertina kann man über eine der Rolltreppen ab 3. Mai (und bis zum 8. August) in das erzählerische Bilderreich der Wiener Malerin Xenia Hausner absteigen wie in eine mythische Unterwelt, in eine Stadt der Frauen (wie bei Fellini oder Lynch), in einen Abgrund der Rätsel.

Die Ausstellung „True Lies“, kuratiert von Elsy Lahner, versammelt Werke aus drei Jahrzehnten, aus allen Phasen des Schaffens dieser Künstlerin, die sich erst in den frühen 1990er-Jahren, nach einer Karriere als Bühnenbildnerin, der Malerei zugewandt hat. Ein geradezu altmeisterliches Frühwerk, das 1992 entstandene, noch verhältnismäßig reduzierte, aber bereits verführerisch strahlende Porträt der Berlinerin Renate Ankner, steht am Anfang der Ausstellung. Die „wahren Lügen“ aber, auf die der Titel der Schau anspielt, stecken in den raffiniert erdachten, präzise ausgeführten Inszenierungen Hausners.

Tatsächlich sind ihre Kompositionen, die sie mit ihren Modellen vorab in Fotos festhält, im Kern noch immer Bühnenbilder: Es sind im Studio gebaute, artifizielle Settings aus Kulissen, Requisiten und Menschen, die im Raum arrangiert, anschließend fotografiert und erst in einem dritten Schritt zu Malerei verarbeitet werden.

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