Philippa-Anwältin kontert Strache-Outing

Philippa-Anwältin kontert Strache-Outing

Anwältin Venturini: ''Diese Scheidung kann er nicht gewinnen''.

Anwältin Kristina Venturini vertritt Philippa Strache im Scheidungs-Verfahren. Im ÖSTERREICH-Interview kontert Venturini dem HC-Strache-Outing: ''Diese Scheidung kann er nicht gewinnen''.

ÖSTERREICH: Jetzt ist herausgekommen, dass Herr Strache ein uneheliches Kind hat. Ist das die eheliche Verfehlung, die Sie bei der Scheidungsklage anführen?

Kristina Venturini: Das ist korrekt. Das ist die Eheverfehlung und es bleibt auch eine Eheverfehlung. Er kann das nicht schönreden, auch sein Antrieb offenbar in der Scheidungsstrategie.

ÖSTERREICH: Wie sehr hat Philippa Strache denn diese Kenntnisnahme getroffen?

Venturini: Sie war schwer getroffen, weil es war in Form eines Geständnisses. Sie wusste gar nichts und er hat das von Beginn an gewusst. Genau das macht es aus. Wir verstehen aber überhaupt nicht, warum man das in die Öffentlichkeit trägt. Uns war es ­wichtig, genau diese Verfehlung in der Privat­sphäre der Beteiligten zu belassen.

ÖSTERREICH: Wie wird diese Enthüllung in Ihre Strategie für das Scheidungsverfahren mit einfließen?

Venturini: Selbstverständlich wird das mit einfließen. Also jetzt müssen wir die ganzen Informationen zu Gericht tragen. Aus ­meiner Sicht ist es höchste Zeit, dass wir uns alle an ­einen Tisch setzen und das so rasch wie möglich ­lösen.

ÖSTERREICH: Es hat ja die Gerüchte gegeben, dass Strache Unterhalt von seiner Ehefrau Philippa will. Ist das jetzt vom Tisch?

Venturini: Das ist definitiv vom Tisch. Weil der Unterhalt nach der Ehe setzt voraus, dass das alleinige Verschulden die Philippa treffen würde. Und das ist hier genau das Gegenteil in dem Fall. Also, sie wird definitiv keinen Unterhallt zahlen müssen.

ÖSTERREICH: Wie geht es Ihrer Mandantin aktuell?

Venturini: Man kann sich schon vorstellen, dass sie schwer betroffen ist davon. Weil sie wollte genau das verhindern. Sie wollte diese persönliche Sache nicht in die Öffentlichkeit tragen. Sie hat sicher kein Verständnis, warum man diesen Schritt setzt. Man muss auch die Privatsphäre von diesem Kind schützen. Weil das ist ja ein junger Mensch und es darf auch auf jeden Fall nicht namentlich nach außen getragen werden. Ich hoffe nicht, dass der Herr Strache auch noch diesen Schritt setzt.

ÖSTERREICH: Es geht auch um einen gehörnten Ehemann. Da ist von einem Kuckucks-Kind die Rede. Hat Ihre Mandantin von diesem Ehemann von der Affäre erfahren?

Venturini: Meine Mandantin hat durch ein Geständnis davon erfahren. Also Strache hat ihr reumütig ein Geständnis gemacht. Es tut ihm furchtbar leid. Warum er das jetzt umdreht, dass man alles gewusst hätte – das ist für mich nicht nachvollziehbar.

ÖSTERREICH: Dieser Ehemann soll Beweise zur Verfügung gestellt haben.

Venturini: Wir haben definitiv jede Menge Beweise. Ich kann noch mal nur appellieren, dass wir eine friedliche Lösung wollen. Wir wollen keinen Rosenkrieg. So wie es ausschaut, hat Strache einen anderen Weg eingeschlagen. Wir wir wollen keinen Streit.

ÖSTERREICH: Gewinnen kann er das Verfahren so nicht mehr, oder?

Venturini: Nein, das kann er gar nicht gewinnen. Bei einer Scheidung kann man nur gewinnen, wenn man es einvernehmlich macht. Sonst hat man zwei Verlierer. 

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