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Sony sticht Microsoft aus: Chat-Dienst Discord kommt auf die Playstation

Mit einer Minderheitsbeteiligung an Discord, konnte sich der Playstation-Hersteller Sony gegen Microsoft durchsetzen. Für Gamer könnte der Deal viele Verbesserungen bringen.

Mit einer Minderheitsbeteiligung an Discord, konnte sich der Playstation-Hersteller Sony gegen Microsoft durchsetzen. Für Gamer könnte der Deal viele Verbesserungen bringen.

Es ist eine Verbindung, die sich Nutzer schon lange wünschen. Während der Chatdienst Discord noch eine Liaison mit Microsoft ablehnte, scheint man im japanischen Hersteller Sony den richtigen Partner gefunden zu haben. Schon nächstes Jahr soll Discord aktiv in das Playstation Netzwerk eingebunden werden.

Was bedeutet dieser Deal? Discord ist eine Kommunikationsplattform, vergleichbar mit Slack, Skype und Teams. Vornehmlich kommen dort aber Spieler zusammen. Discord zeichnet sich durch seine unkomplizierte Handhabung aus und die Möglichkeit, eigene Server einzurichten sowie den eigenen Bildschirm zu teilen und ein Spiel zu streamen. Sonys künftige Rolle ist noch nicht so klar. Fest steht, dass der japanische Hersteller eine Mikroinvestition getätigt hat und damit Discord finanziell einfach unterstützt. In der offiziellen Erklärung des Unternehmens heißt es: „Unser Ziel ist es, die Discord- und PlayStation-Erfahrungen auf Konsolen und Mobile Anfang nächstes Jahr näher zusammenzubringen und zu ermöglichen, dass Freunde, Gruppen und Communities miteinander rumhängen, Spaß haben und leichter kommunizieren können, während sie gemeinsam Spiele spielen."

Mit Beginn der Pandemie und den damit einhergehenden Lockdowns und Ausgangsbeschränkungen hat Gaming einen festen Platz in der Gesellschaft erlangt. Gamer, die ihre Controller längst weggelegt hatten, entdeckten ihre Leidenschaft neu, andere fanden sie überhaupt erst in den letzten Monaten und jene, die sowieso schon immer spielten, nutzten die Plattformen noch mehr.

Für Playstation-Nutzer bedeutet diese Ankündigung, dass die kürzlich geschlossenen Gruppen durch Discord ersetzt werden könnten. Spieler, die über Plattformen hinweg spielen, könnte das auch einige Erleichterungen bringen, besonders in Hinblick auf störende Geräuschquellen.

In dieser Situation kann ein populäres Chat-System auf der Plattform ein Wettbewerbsargument sein. Vieles deutet darauf hin, dass die Sony-Allianz exklusiv sein könnte. Discord soll nämlich in den vergangenen Wochen laut Medienberichten ein Übernahmeangebot des Sony-Konkurrenten Microsoft im Wert von mindestens zehn Milliarden Dollar (8,30 Mrd. Euro) ausgeschlagen haben und stattdessen einen Börsengang anstreben.

(bagre)

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