Gegen Köln: Schalke erkämpft sich ersten Punkt im neuen Jahr

30 Jan 2023

Köln kam auf Schalke in einem umkämpften Spiel nicht über eine Nullnummer hinaus, blieb damit aber auch im zehnten Duell mit S04 ungeschlagen (0-5-5). Für die abstiegsbedrohten Knappen ist es der erste Punkt in diesem Jahr - und der war hart erkämpft.

Überflieger: Schalkes Maya Yoshida gewinnt das Kopfballduell gegen Davie Selke. 

Überflieger: Schalkes Maya Yoshida gewinnt das Kopfballduell gegen Davie Selke.  IMAGO/RHR-Foto

Schalkes Trainer Thomas Reis reagierte auf das 1:6 gegen Leipzig mit vier Änderungen, eine davon im Tor: Fährmann ersetzte zwischen den Pfosten Schwolow und feierte damit sein Saisondebüt bei den Knappen. Sein allgemeines Schalke-Debüt gab indes Neuzugang Skarke, der ebenso wie Jenz und Terodde neu in der Startelf war. Das Trio spielte für Matriciani, Frey (beide Bank) und Larsson, der erst am Samstag an den FC Kopenhagen verliehen worden war.

Einen personellen Abgang hatten auch die Kölner im Vorfeld der Partie zu vermelden. Ondrej Duda wechselte auf Leihbasis nach Italien zu Hellas Verona. Der Slowake hatte bei FC-Trainer Steffen Baumgart zuletzt ohnehin keine allzu große Rolle mehr gespielt, im Gegensatz zu Tigges und Winter-Neuzugang Selke. Im Vorfeld hatte sich die Frage gestellt, ob denn beide Angreifer gemeinsam auflaufen würden. Das war nicht der Fall. 

Spieler des Spiels

Spielnote

Eine fußballerisch mäßige Partie mit wenigen Höhepunkten, immerhin bis zum Schluss offen.

4

Tore und Karten

Tore Fehlanzeige

Fährmann3 - Brunner3 , Yoshida4, Jenz2,5, Uronen3 - Latza3,5 , Krauß3, Kozuki3,5, Skarke3,5 , Bülter4 - Terodde3,5

Schwäbe3 - Schmitz4,5 , Hübers3,5 , Chabot3, Hector3,5 - Skhiri3,5 , Ljubicic3,5 , Olesen5 , Kainz4 - Maina4,5 , Selke4,5

Schiedsrichter-Team

Spielinfo
Stadion Veltins-Arena Zuschauer 61.571 (ausverkauft)

Baumgart setzte auf Selke anstelle von Tigges, der noch beim 1:1 beim FC Bayern begonnen hatte. Im Vergleich zum München-Spiel verdrängten zudem Hübers und Ljubicic Soldo und Huseinbasic auf die Bank.

Bundesliga, 18. Spieltag
Intensive Zweikämpfe, kaum Chancen

Die Kölner brauchten ein wenig, um ins Spiel zu finden und wären beinahe von forsch startenden Knappen überrascht worden: Im Anschluss an eine Ecke flankte Skarke zu Jenz, der aus zentraler Position wuchtig zum Kopfball kam und am auf der Linie herausragend reagierenden Schwäbe scheiterte (2.). 

Wer gehofft hatte, Jenz' Kopfball wäre die Ouvertüre einer chancenreichen ersten Hälfte gewesen, der wurde im weiteren Verlauf der Partie enttäuscht. Beide Mannschaften zeigten sich zwar engagiert, allerdings entwickelten weder die Kölner noch die Schalker Durchschlagskraft. 

Ursache dafür war primär diszipliniertes Defensivverhalten, das hüben wie drüben erkennbar war, fehlende Ideen im Angriffsspiel aber ebenso. Köln investierte etwas mehr, probierte viel über die Flügel, war unter dem Strich damit aber ebenso erfolglos wie die auf schnelle Konter lauernden Königsblauen. 

Selke muss frühzeitig raus

Letztlich ging es in diesem umkämpften Spiel torlos in die Halbzeit, die Selke jedoch nicht auf dem Rasen miterlebte: Der 28-Jährige hatte sich während eines Zweikampfs mit Krauß verletzt und musste das Feld anschließend humpelnd verlassen. 

Zum Seitenwechsel stürmte anstelle von Selke Tigges, der nicht der einzige Wechsel der Kölner war, denn auch Kapitän Hector blieb angeschlagen draußen und wurde fortan von Schindler vertreten.

Die zwei Neuen sahen dann direkt eine Analogie zu Hälfte eins: Unmittelbar nach Beginn gab's gleich eine dicke Chance, diesmal jedoch für die Gäste. Nach Kainz-Freistoßflanke köpfte Hübers an die Latte. Ein Tor hätte wohl aber gar nicht gezählt, da Schiedsrichter Matthias Jöllenbeck direkt auf Freistoß für Schalke (Foul von Olesen an Brunner) entschieden hatte (50.).

Zalazar begeistert empfangen

Spielerisch unterschied sich der zweite Durchgang nicht wesentlich vom ersten. Viele Zweikämpfe, wenig Torabschlüsse. Das änderte sich nach einer knappen Stunde: Zuerst sauste Krauß' Kopfball knapp drüber (64.), dann verzog auf der Gegenseite der eingewechselte Adamyan (72.), ehe der ebenfalls zuvor eingewechselte und mit großem Beifall begrüßte Rückkehrer Zalazar (Comeback nach Mittelfußbruch) gleich zweimal zu ungenau war (73., 84.).

Letztlich blieb es beim 0:0, das zugleich den ersten Punkt für Schalke in 2023 bedeutete, den Knappen im Hinblick auf den Abstiegskampf aber nur bedingt weiterhilft. Die Leistung könnte aber auch für die kommenden Aufgaben beflügeln. So gastieren die Schalker am kommenden Samstag im Topspiel bei Borussia Mönchengladbach (18.30 Uhr). Die Kölner erwarten zuvor (15.30 Uhr) RB Leipzig in Müngersdorf.

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