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Traditionsreicher Trachtenhersteller in Salzburg insolvent - 34 Mitarbeiter betroffen

Corona hat die H. Moser Bekleidung GmbH in Salzburg-Gnigl hart getroffen. Am Montag hat das Unternehmen ein Insolvenzverfahren beantragt. Die Kosten sollen weiter reduziert werden, um den Fortbetrieb langfristig abzusichern, heißt es.

Corona hat die H. Moser Bekleidung GmbH in Salzburg-Gnigl hart getroffen. Am Montag hat das Unternehmen ein Insolvenzverfahren beantragt. Die Kosten sollen weiter reduziert werden, um den Fortbetrieb langfristig abzusichern, heißt es.

Die H. Moser Bekleidung GmbH in Salzburg-Gnigl ist in die Insolvenz geschlittert. Am Montag wurde am Landesgericht ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet - auf Eigenantrag. Das melden die Gläubigerschutzverbände AKV, KSV und Creditreform. Von der Insolvenz sind 34 Mitarbeiter betroffen - 18 Angestellte, 13 Arbeiter und drei Lehrlinge. Die Verbindlichkeiten sollen bei 2,16 Mill. Euro liegen. Das freie Vermögen wird mit 620.000 Euro beziffert. Dazu kommen hohe Lagerbestände.

Ein eigener Online-Shop soll Mitte 2021 starten

Gegenstand der Firma ist der Vertrieb hochwertiger Trachtenmode im In- und Ausland, wobei die Trachtenkollektionen von der Schuldnerin selbst entworfen und designt werden. Die Trachtenmode wird anschließend extern bei Lohnfertigern angefertigt und weitervertrieben. Kunden sind namhafte Trachtenhäuser und Online-Händler. Die Kollektionen werden in zwei Schauräumen in Salzburg und München in gemieteten Räumen präsentiert. Der Vertrieb erfolgt ausschließlich über Großhandelskunden. Ein eigener Online Shop für den Direktvertrieb an Endkunden ist geplant: Er soll Mitte 2021 starten.

Ab März 2020 sind die Umsätze "drastisch eingebrochen"

Im Sommer 2019 übernahmen neue Gesellschafter das Unternehmen und starteten ein ambitioniertes Restrukturierungsprogramm. Ab März 2020 seien coronabedingt allerdings die Umsätze "drastisch eingebrochen", heißt es. Dazu seien Insolvenzen von Großkunden gekommen. "Nach einem Jahr Pandemie ist festzustellen, dass die Unsicherheit in der Branche nach wie vor groß ist und die Lagerbestände stark angewachsen sind." Das Resümee der Gesellschafter der H. Moser Bekleidung GmbH: "Die Kostensituation - insbesondere hinsichtlich der Arbeitnehmer - muss weiter reduziert werden, um den Fortbetrieb langfristig zu sichern."

Karl Ludwig Vavrovsky zum Sanierungsverwalter bestellt

Die Schuldnerin bietet ihren Gläubigern eine Sanierungsquote von 30 Prozent - zahlbar binnen zweier Jahre. Zum Sanierungsverwalter wurde Rechtsanwalt Karl Ludwig Vavrovsky bestellt.

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