Haaland, Orsic, Mbappé und weitere Highlights der Champions League

Er trifft und trifft und trifft, egal in welchem Dress, egal in welchem Wettbewerb: Erling Haaland.

Er trifft und trifft und trifft, egal in welchem Dress, egal in welchem Wettbewerb: Erling Haaland.Bild: keystone

Die Champions League ist zurück. Mit ersten Überraschungen, ersten klaren Siegen von Favoriten – und mit Noah Okafor einem Schweizer Torschützen.

Ralf Meile

Ralf Meile

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Die Spiele des Abends:

Inhaltsverzeichnis

Okafor tanzt Kalulu schwindlig

Okafor tanzt Kalulu schwindlig

Mit einem herrlichen Tor bringt Noah Okafor Salzburg gegen Milan (1:1) in Führung. Der Schweizer Nationalspieler spielt dabei mit Verteidiger Pierre Kalulu Katz und Maus:

Die «Kronen Zeitung» gab Okafor die Bestnote 6 (Weltklasse) und schrieb dazu:

Dem Schweizer gelang bei seinem 1:0 ein doppeltes «Gurkerl», düpierte Kalulu und Goalie Maignan. Sein bisher bester Bullen-Auftritt.

«Wir hätten heute drei Punkte machen können, sind aber mit dem einen Punkt zufrieden», meinte Okafor. «Ich bin überzeugt, dass wir in der Champions League für eine Überraschung sorgen können.»

Mislav the Ripper

Wohl kaum einer hat so viele Londoner Klubs auf dem Gewissen wie Mislav Orsic von Dinamo Zagreb. Gestern schockte er Chelsea mit dem Tor zum 1:0-Sieg.

Die Zusammenfassung, die mit dem Tor beginnt.Video: SRF

Es war der dritte Verein aus London, den Orsic abschoss. Im März 2021 gelang ihm beim 3:0-Sieg gegen Tottenham Hotspur in der Europa League ein Hattrick, im Dezember 2021 schoss er, ebenfalls in der Europa League, den Siegtreffer beim 1:0-Erfolg über West Ham United.

Bilanz des Grauens

Thomas Tuchel startete im Januar 2021 mit viel Erfolg bei Chelsea, schon im Mai führte er die «Blues» zum Triumph in der Champions League. Schlüssel dazu war die Defensive.

Nun stand Tuchel in seinem 100. Spiel an der Linie von Chelsea – und die Zahlen sprechen eine deutliche Sprache. Kassierte sein Team in den ersten 50 Spielen insgesamt 24 Gegentreffer, waren es in den zweiten 50 Spielen mit 53 Gegentreffern mehr als doppelt so viele. Vielleicht kann der Schweizer Denis Zakaria im defensiven Mittelfeld etwas daran ändern: Gestern kam der Chelsea-Neuzuzug noch nicht zum Einsatz.

100 - Tonight was Thomas Tuchel's 100th match in charge of Chelsea; in his first 50 games they only conceded 24 goals, while in his last 50 they have conceded 53 goals. Breakdown. pic.twitter.com/36VwODedGc

— OptaJoe (@OptaJoe) September 6, 2022
Haaland hängt alle ab

Erling Haaland bestritt beim 4:0-Sieg von Manchester City auswärts beim FC Sevilla sein 20. Spiel in der Champions League. Die Ausbeute des Norwegers ist phänomenal: Mit seinen zwei Treffern von gestern kommt Haaland auf 25 Tore in der «Königsklasse».

Die Zusammenfassung der Partie mit Haalands Toren bei 1:50 und 6:52 Min.Video: SRF

Kein anderer Spieler kommt nur annähernd an Haalands Startbilanz heran. Ruud van Nistelrooy und Roberto Soldado gelangen in den ersten 20 Einsätzen jeweils 16 Tore, Harry Kane kam auf 15. Und Cristiano Ronaldo, mit 140 Toren der Rekordtorschütze der Champions League? Er traf in seinen ersten 26 Einsätzen kein einziges Mal. Lionel Messi stand nach 20 Spielen bei 8 Toren.

Erling Haaland's game by numbers vs. Sevilla:

1.83 xG
100% pass accuracy
7 shots
6 touches in opp. box
4 big chances
3 shots on target
2 chances created
2 goals

He has 12 goals already this season. ????#UCL pic.twitter.com/GbyCzZvi7W

— Squawka (@Squawka) September 6, 2022

Van Nistelrooy war auch derjenige, der bisher am schnellsten auf 25 Champions-League-Treffer kam. Der Goalgetter benötigte dafür – genauso wie Pippo Inzaghi – 30 Spiele.

Haaland traf schon für seine vorherigen Klubs, Salzburg und Dortmund, jeweils im ersten CL-Spiel. Tore beim Debüt für drei Klubs schafften auch Fernando Morientes, Javier Saviola und Zlatan Ibrahimovic.

Mit vollem Einsatz

Gleich vor zwei Stadien war gestern unser aller Freund, der wahrscheinlich nachlässigste Security der Welt, im Einsatz:

Trotz seiner knallharten Eingangskontrolle schafften es die Anhänger des FC Kopenhagen, ihre Pyros in Dortmund ins Stadion hineinzuschmuggeln:

Weil das BVB-Spiel um 18.45 Uhr begann, schaffte es der Security noch rechtzeitig nach Paris, um vor den Eingangstoren des Parc des Princes seinen Dienst zu tun. Sagen wir es mal so: Die eine oder andere Fackel ging ihm durch die Lappen:

Der Prinz im Park

Beim 2:1-Sieg von PSG gegen Juventus erzielte Kylian Mbappé beide Tore der Franzosen. Somit war der Ausgang der Partie fast gegeben, denn wenn Mbappé zuhause trifft, gewinnen die Pariser. Von 59 Heimspielen mit einem Mbappé-Tor gewann PSG 58, die einzige Ausnahme war ein 1:1 gegen den FC Barcelona im März 2021.

Die Zusammenfassung der Partie.Video: SRF

Der Prinz als Egoist

Dass es zwischen Kylian Mbappé und Neymar immer wieder Zoff geben soll, weiss man längst. Vielleicht gab es nach dieser Szene erneut Streit: Mbappé zieht es vor, aus ungünstigem Winkel selber zu schiessen, anstatt für Neymar quer zu legen:

Das Tor des Abends

Alejandro Grimaldi erzielt es beim 2:0-Heimsieg von Benfica gegen Maccabi Haifa aus der Distanz:

Kroos Control

Eindrückliche Werte registrierten die Statistiker nach dem 3:0-Sieg von Real Madrid bei Celtic Glasgow für Toni Kroos. Unter anderem brachte der weltmeisterliche Mittelfeldstratege 119 von 124 Pässen an den Mann:

Neuer Look

Mit der Einführung der halbautomatischen Offside-Erkennung lernten die TV-Zuschauer neue Grafiken kennen:

So funktioniert die Technologie:
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quelle: keystone / jean-christophe bott

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Video: watson

7. September 2005: Schweizer Fussballfans verwerfen kollektiv die Hände. Auf Zypern leistet sich Pascal Zuberbühler in der WM-Qualifikation schon wieder einen unglaublichen Flop – nur vier Tage nach einem Schnitzer gegen Israel.

Zeit seiner Karriere in der Schweizer Nationalmannschaft ist Pascal Zuberbühler höchst umstritten. Das hat einerseits damit zu tun, dass der Thurgauer bei GC und beim FC Basel spielt, den beiden erfolgreichsten, aber auch am meisten gehassten Klubs des Landes. Andererseits mag man «Zubi» nicht, weil er kein Mann der leisen Töne ist, oft wirkt er arrogant. Und nicht zuletzt ist er umstritten, weil er bei Gegentoren immer wieder eine unglückliche Figur abgibt.

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