München: Oktoberferst-Blaulicht der Polizei zum Wiesn-Start

München: Oktoberferst-Blaulicht der Polizei zum Wiesn-Start

München – Gleich zum Start des 187. Oktoberfestes am Samstag (17. September) war die Münchner Polizei wieder gefordert.

Rosenheimer blockiert Festzug

Wie zu jeder Wiesn setzte sich der Festzug der Brauereien und Festwirte zum 187. Oktoberfest von der Josephspitalstraße in Richtung Festgelände pünktlich in Bewegung. Auch bei den Bürgern stieß der Aufzug auf reges Interesse, sodass insgesamt 60.000 Zuschauer sich im Bereich der Aufzugstrecke aufhielten.

Doch kurz vor dem Haupteingang zur Festwiese setzten sich gegen 11.10 Uhr insgesamt neun Personen im Alter zwischen 22 und 50 Jahren mit Plakaten in eine Lücke des Aufzugs auf die Fahrbahn. Die Blockierer des Festzugs waren sechs Frauen und drei Männer mit Wohnsitzen in Erlangen und München sowie in den Landkreisen Ansbach, Haßberge, Kelheim, Rosenheim und Weilheim-Schongau.

Die Personen wurden kurz danach durch Polizeibeamte von der Fahrbahn gebracht. Da diese Personengruppe als eigenständige Versammlung gewertet wurden, wies man ihnen eine Versammlungsörtlichkeit neben der Aufzugstrecke zu. Die Versammlung mit einer Thematik in Bezug auf Tierschutz wurde um 12.01 Uhr ohne Vorkommnisse beendet und der Festzug rollte schließlich weiter.

Taschendiebe treiben ihr Unwesen

Gegen 14 Uhr, befand sich eine Münchnerin (67) in der Theatinerstraße. Beim Verlassen eines Geschäftes fiel der 67-Jährigen das Fehlen ihrer Geldbörse auf. Sie erstattete in der Folge Strafanzeige bei der Polizeiinspektion 22 (Bogenhausen). Im Rahmen der anlaufenden Ermittlungen gelang es Polizeibeamten des Kommissariats 65 (Taschendiebfahndung) zusammen mit Taschendiebfahndern der Frankfurter Polizei, welche eigens für das Oktoberfest eingesetzt sind, Hinweise auf zwei Tatverdächtige zu erlangen.  

Die Beamten konnten im Verlauf der Ermittlungen eine Frau (45) und eine weitere Frau (33) – jeweils mit bulgarischer Staatsangehörigkeit ohne festen Wohnsitz in Deutschland – als Tatverdächtige ermitteln und im Nahbereich des Münchner Hauptbahnhofes festnehmen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurden diese in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt. Von dort aus werden sie einem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt. Die Polizei setzt aber ihre Ermittlungen fort und prüft aktuell, ob die Tatverdächtigen für weitere Taten verantwortlich sind.  

Mann (37) küsst und begrapscht Frau (38) – Münchner (35) eilt zu Hilfe

Kurz darauf, um 16.35 Uhr, verließen eine Schweizerin (38) und ein Italiener (37) gemeinsam ein Festzelt. Vor dem Zelt küsste der Mann die Frau, welche in der Folge versuchte sich von dem Mann abzuwenden und ihn wegzuschieben. Nachdem ihr dies zunächst gelungen war, begab sie sich zur Damentoilette. Der Mann gab aber nicht nach und wartete vor der Damentoilette und versuchte erneut die Dame zu küssen, nachdem sie die Damentoilette verlassen hatte. Außerdem kam er nun so richtig in Fahrt und fasste ihr gar unterhalb ihrer Oberbekleidung an die Brüste.  

Ein Münchner (35) wurde auf den Übergriff aufmerksam, nachdem die Frau über ein Handzeichen zu verstehen gegeben hatte, dass dies nicht einvernehmlich war. Der Retter ging daraufhin dazwischen und beendete hierdurch das Tatgeschehen. Der Übeltäter konnte im weiteren Verlauf durch verständigte Polizeibeamte festgenommen werden. Er einem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt. 

Berliner (21) lässt es sich auf dem Oktoberfesthügel gut gehen

Im weiteren Verlauf konnte gegen 18.40 Uhr ein Berliner (21) auf dem Oktoberfesthügel (Anlieferstraße West) dabei beobachtet werden, als er Betäubungsmittel konsumierte. Daraufhin wurde er von Polizeibeamten der Wiesnwache kontrolliert. Die Beamten konnten eine geringe Menge Betäubungsmittel bei ihm feststellen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er aber wieder entlassen.   

Betrunkener US-Bürger (24) springt

Ein US-Bürger (24) hatte es sich auf der Wiesn ebenfalls ordentlich gut gehen lassen und die ein oder andere Maß zu viel gehabt. Am Abend, gegen 21.25 Uhr, befand er sich aufgrund eines medizinischen Problems im Zusammenhang mit seinem Alkoholkonsum auf der Sanitätsstation am Festgelände. Während der laufenden medizinischen Behandlung drehte er dann durch, sprang auf und schlug unvermittelt mit der Faust auf zwei Angestellte des medizinischen Personals – eine Frau (20-Jährige) und ein Mann (19-Jähriger) – ein.

Tatsächlich traf er beide am Kopf, wodurch diese Schmerzen erlitten. Entsprechend wurde der US-Bürger in der Folge der Polizei übergeben. Er wurde im Anschluss wegen Körperverletzung angezeigt und wird noch dem Ermittlungsrichter zur Klärung der Haftfrage vorgeführt. 

Polizeipräsidium München/mck

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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