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Hertha schöpft Mut im Abstiegskampf

Das Unentschieden in Mainz fühlt sich für Hertha BSC angesichts der Begleitumstände fast wie ein Sieg an. Vor allem die Art und Weise des Auftritts stimmt Trainer pal Dardai zuversichtlich.

Das Unentschieden in Mainz fühlt sich für Hertha BSC angesichts der Begleitumstände fast wie ein Sieg an. Vor allem die Art und Weise des Auftritts stimmt Trainer pal Dardai zuversichtlich.

Gut gelaunt und voller Hoffnung auf die Rettung im Abstiegskampf kehrte der Tross von Hertha BSC nach dem 1:1 beim FSV Mainz 05 in die Hauptstadt zurück.

Der verdiente Punktgewinn im ersten von drei Nachholspielen nach zweiwöchiger Corona-Quarantäne stärkte das Selbstvertrauen der Berliner und ihren Glauben an den Verbleib in der Fußball-Bundesliga. "Ich bin sehr stolz auf die Jungs und habe sie gelobt. Großes Kompliment. Die Mannschaft hat das Maximum herausgeholt. Wenn wir verloren hätten, wäre es auch psychologisch schwierig geworden", sagte Hertha-Trainer Pal Dardai.

AUSGANGSLAGE: Der Big-City-Club steht als Tabellenvorletzter immer noch auf einem Abstiegsplatz - zwei Punkte hinter dem 1. FC Köln auf dem Relegationsplatz 16. Mit einem Sieg am Donnerstag gegen den SC Freiburg würden die Berliner nicht nur an den Rheinländern vorbeiziehen, sondern auch Arminia Bielefeld und Werder Bremen überflügeln. "Wir müssen jetzt schnell regenerieren und nach vorne schauen", lenkte Dardai den Fokus umgehend auf das Freiburg-Spiel.

Deutlich besser stehen die Mainzer mit 35 Punkten auf Rang zwölf da. Doch auf die Rheinhessen warten noch ganz schwere Brocken: Eintracht Frankfurt, Borussia Dortmund und der VfL Wolfsburg. "Wir haben jetzt drei Endspiele. Es geht solange weiter, bis der Abstieg rechnerisch nicht mehr möglich ist", sagte Stürmer Adam Szalai.

AUFTRETEN: Die Art und Weise des Auftritts in Mainz gibt der Hertha Rückenwind für den Saison-Endspurt. Die Berliner präsentierten sich als verschworene Gemeinschaft und kaschierten damit manche Unzulänglichkeit, die nach der Zwangspause nicht überraschend kam. "Unsere Leistung hat gezeigt, dass noch nicht alles richtig rund läuft, aber dass wir als Team kämpfen", sagte Mittelfeldspieler Sami Khedira. "Denn es geht immer nur, wenn du merkst, dass eine Familie auf dem Platz steht, ein Teamgeist herrscht und jeder für jeden kämpft. Dessen ist sich unsere junge Mannschaft immer bewusster geworden."

Die Mainzer konnten dagegen nur in der ersten Halbzeit ansatzweise an die starke Vorstellung beim jüngsten 2:1-Sieg gegen Rekordmeister Bayern München anknüpfen. "Wir haben in der zweiten Hälfte keine disziplinierte Leistung auf den Platz gebracht", kritisierte FSV-Trainer Bo Svensson. "Jetzt kommen drei Top-Gegner, da müssen wir uns besser präsentieren."

© dpa-infocom, dpa:210504-99-456353/2 (dpa)

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