Stripfing war mutig, aber glücklos

26 Sep 2023

Darijo Pecirep und Timo Altersberger kamen im zweiten Durchgang. Auch die konnten die Partie für stripfing nicht mehr umdrehen.

GAK - Figure 1
Foto NÖN.at

Foto: Dominik Siml

Der Stripfinger Klassiker brachte die Marchfelder einmal mehr zum verzweifeln. Zwei Standards wurden dem SVS im Cup gegen den GAK nämlich - wieder einmal - zum Verhängnis.

GAK - Stripfing 2:1. Und täglich grüßt das Murmeltier. Stripfing spielte vor über 1.600 Zuschauern in Graz mutig, fing sich im ersten Durchgang aber - einmal mehr - zwei Tore nach ruhenden Bällen. Das erste schon in Minute zwölf, Milos Jovicic traf für den GAK nach einer Ecke. Der Verteidiger, 2022 aus Ried zu den Grazern gewechselt, bekam den Ball direkt auf den Fuß. Der Kullerball rollte an Kilian Kretschmer vorbei ins Netz, der Tabellenführer der 2. Liga führte.

Den Marchfeldern fiel im letzten Drittel wenig ein, hinten standen sie aber auch gut - so gab es wenig Torraumszenen. Trainer Christian Wegleitner hätte seine Mannen gerne mehr über den Flügel kommen sehen: „Wir waren in der ersten Halbzeit nicht griffig genug über die Seite. Da sind wir zu wenig gefährlich geworden.“

Abwehrchef Simon Furtlehner hielt den Laden in Abwesenheit von Markus Lackner, der geschont wurde, gut zusammen - bis in den Nachspielzeit der ersten Halbzeit. In Minute 46 klingelte es noch einmal, wieder war es Jovicic. Der Abwehrspieler der Grazer wurde sträflich allein gelassen und nickte eine Ecke ein, die Zuordnung bei Stripfing passte gar nicht.

Doppeltausch brachte frischen Schwung

Zur Pause reagierte Wegleitner, tauschte sowohl Draio Kreiker links, als auch Luca Pazourek rechts und brachte mit Christos Papadimitriou und Stefan Rakowitz frische Kräfte auf den Flügeln. Das sollte sich nur drei Minuten nach Wiederanpfiff bezahlt machen. Der eine Flügelspieler bediente den anderen und schon stand's 2:1. Rakowitz durfte jubeln, der Assist kam von Papadimitriou.

Danach traten die Gäste selbstbewusster auf, der GAK verlegte sich aufs Kontern. Stripfing stand hinten aber weiterhin gut, beim Umschalten der Heimischen war entweder immer ein Fuß dazwischen, oder die Kugel ging nicht auf den Kasten von Kretschmer. Der musste nicht eingreifen. Stripfing versuchte Darijo Pecirep in die Show zu bekommen, der Paradestürmer kam nach gut einer Stunde in die Partie. Doch auch er biss sich die Zähne aus, die steirischen Gastgeber verteidigten alles weg und brachten den knappen Vorsprung ins Ziel.

Hut ab. In der zweiten Halbzeit war das ein extrem mutiger Auftritt Stripfing-Trainer Christian Wegleitner gefielen die zweiten 45 Minuten seines Teams

Wegleitner gefiel zwar das Ergebnis nicht, wohl aber die Performance seiner Jungs: „Hut ab. In der zweiten Halbzeit war das ein extrem mutiger Auftritt. Schade, dass sich die Mannschaft nicht belohnt hat.“ Er betonte:„Eine Charakterleistung.“

Statistik:

Uniqu ÖFB CupGAK - SV STRIPFING 2:1 (2:0).Torfolge: 1:0 (12.) Jovicic, 2:0 (45.+1) Jovicic, 2:1 (48.) Rakowitz.Stripfing: Kretschmer; Radonjic (80. Altersberger), Furtlehner, Kopp; Pazourek (46. Papadimitriou), Güclü, Steiger (57. Gartner), Kreiker (46. Rakowitz); Gataric, Dizdarevic (57. Pecirep), Wels.Merkur Arena Graz, 1632 Zuschauer, SR Leitner.

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