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Industrie in Eurozone produzierte weniger - Engpässe dämpfen

Von Materialengpässen geplagte Industrie

Die von Materialengpässen geplagte Industrie in der Eurozone hat ihre Produktion im August nach zuvor zwei Anstiegen in Folge gedrosselt. Die Betriebe stellten um 1,6 Prozent weniger her als im Vormonat, wie das Statistikamt Eurostat mitteilte. Ökonomen hatten mit einem Rückgang in dieser Höhe gerechnet, nach einem Wachstum von 1,4 Prozent im Juli und von 0,2 Prozent um Juni.

Im Vergleich zum August 2020, als die Coronakrise der Industrie stark zusetzte, legte der Ausstoß um 5,1 Prozent zu.

Besonders schwer getroffenen von Engpässen bei Halbleitern und anderen wichtigen Produkten sind die Hersteller von Investitionsgütern wie Fahrzeuge. Deren Produktion brach deshalb um 3,9 Prozent zum Vormonat ein, obwohl die Auftragsbücher eigentlich gut gefüllt sind. Das Problem dürfte nicht von heute auf morgen verschwinden. Der Autobauer Opel etwa gab kürzlich bekannt, wegen fehlender Halbleiter sein Werk in Eisenach mindestens bis zum Jahresende zu schließen. BMW wiederum geht davon aus, dass im Gesamtjahr wegen der Chipkrise 80.000 bis 100.000 Autos nicht gebaut werden können.

Besonders stark schrumpfte die Industrieproduktion in Malta (-6,3 Prozent), Deutschland und Estland (jeweils -4,1 Prozent). Gegen den Abwärtstrend stemmten sich Litauen und Luxemburg, wo die Produktion um jeweils mehr als 2 Prozent wuchs.

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