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Bundesliga: BVB bereit für „erstes Ausrufezeichen“ auf der Bayern-Jagd

Borussia Dortmund startet die Bayern-Jagd. Mit Auftaktgegner Bayer Leverkusen hat der BVB noch eine Rechnung offen.

Die Augen von Edin Terzic glänzen. Die Vorfreude auf den Beginn der Bayern-Jagd kann der Trainer von Borussia Dortmund nicht verbergen. Er will es auch gar nicht. „Wir sind bereit, am Samstag das erste Ausrufezeichen zu setzen“, sagte Terzic selbstbewusst vor dem Topspiel der Champions-League-Teilnehmer gegen Bayer Leverkusen (18.30 Uhr/Sky). Und nebenbei will der BVB eine offene Rechnung begleichen.

In der Rückrunde der vergangenen Saison mussten die Schwarz-Gelben eine schmerzhafte Heimpleite gegen die Werkself hinnehmen (2:5). Es war einer jener rätselhaften Auftritte, die nach der Spielzeit trotz der Vizemeisterschaft zur Trennung von Marco Rose geführt haben.

Unter Roses Vorgänger und Nachfolger soll vieles besser werden. Der Kader ist runderneuert, die Euphorie groß. „Es wird ein ganz besonderer Tag sein. Wir freuen uns da extrem drauf“, sagte Terzic.

Der Signal Iduna Park ist mit 81.365 Zuschauern ausverkauft. „Es wird laut“, versprach Terzic. Der 39-Jährige will mit seiner Mannschaft daraus viel Kraft ziehen: „Diese Energie, die das Stadion entfachen kann, ist etwas ganz Besonderes für diesen Verein. Das wollen wir am Samstag spüren.“

Der BVB will am Thron der Bayern zumindest kräftig rütteln. Die Sehnsucht nach dem Titel ist nach zehn Jahren Münchner Dominanz groß. Auch wenn der BVB die Favoritenrolle noch immer beim Branchenprimus sieht.

„Sie haben eine ungewöhnlich gute Mannschaft, unfassbar viel Geld jetzt investiert und von daher sind sie Topfavorit. Nichtsdestotrotz werden wir alles versuchen“, sagte Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke im Interview mit sportschau.de.

Ein schwerer Rückschlag ist der monatelange Ausfall von Haaland-Nachfolger Sebastien Haller (Hodenkrebs). Die Dortmunder suchen derzeit noch Ersatz für den Torjäger. Dass Neuzugang Niklas Süle (Muskelverletzung im vorderen Oberschenkel) den Saisonstart verpasst, bereitet kein Kopfzerbrechen. Mats Hummels rückt neben Nico Schlotterbeck in die Innenverteidigung.

Nach 52 Gegentoren in den 34 Spielen der vergangenen Saison will Terzic in der Defensive den Hebel ansetzen. Er verlangt „die Bereitschaft, um gegen den Ball zu arbeiten“ und mehr „Ernsthaftigkeit in der Torverteidigung“. Zudem fordert Terzic, dass seine Spieler in den „entscheidenden Zonen viel aggressiver zu Werke gehen“.

Vor Gegner Leverkusen hat Terzic Respekt - trotz der Pokal-Blamage beim Drittligisten SV Elversberg (3:4). „Sie haben einige Waffen, die sie auf den Platz bringen“, sagte der BVB-Coach anerkennend, fügte aber an: „Wir aber auch.“

Bayer hat das unerwartete Pokal-Aus aufgearbeitet. „Wir haben keine Depressionen“, versicherte Trainer Gerardo Seoane. Man müsse aber „unser Gesamtgesicht verändern“. Sportdirektor Simon Rolfes sieht in der Bundesliga die große Chance, „wieder Erfolge zu feiern“. Ein Sieg beim BVB und die Pokal-Schmach wäre fast vergessen.

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